Lied vom Scheitern

"Wie kann man einen Menschen beweinen, der gestorben ist? Diejenigen sind zu beklagen, die ihn geliebt und verloren haben."

- Helmuth von Moltke, 1800-1891, preußischer Generalfeldmarschall

 

Ja, das ist wahrlich so. Beweine ruhig die Toten, du hast jedes Recht dazu; aber vergiss nie diejenigen, die diesen Menschen auf seinem Lebensweg begleitet haben, denn auch sie leiden. Sie tragen die offenen Wunden mit sich herum und sie sind es, die in ein tiefes Loch stürzen können bei ihrem ziellosen Umherstreunen.

 Sich mit dem Tod eines nahestehenden Menschen zu beschäftigen, ist nie einfach. Es werden immer Tränen vergossen, es ist hoffentlich immer so, dass der Weinende in den Arm genommen und getröstet wird. Solche Situationen steht man am besten zu zweit durch.

Es ist auch schwierig, anderen Menschen, die das Glück haben, diese Situation nicht kennen zu müssen, klar zu machen, welche Dinge einen beschäftigen, welche Gedanken man hegt, welche Gefühle sich in einem verstecken. Und dann fühlt man sich trotzdem unverstanden von demjenigen. Teilweise auch von denen, die das Gleiche durchgemacht haben. 

Da hilft die Musik. Denn ihre Texte, ihre Melodie und ihre Gefühle verstehen dich genau. Sie kenne dich. Und sie flüstern dir Trost ins Ohr, wenn du weinst und die ganze Welt um dich herum zusammenbricht. 

 

It seems like the whole world is crashing to my feet.

13.11.10 12:43

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


the-hardest-part / Website (13.11.10 12:50)
du hast so recht.

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