Fire Bomb

"Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern, als ein Atom."

- Albert Einstein, 1879-1955, Physiker

 

Was macht man, wenn man jemanden zum Krankenhaus begleitet? Schweigt man? Versucht man, mit ihm zu lachen? Redet man über das Bevorstehende? Oder über aktuelle politische Themen? Weint man? Nimmt man sich in den Arm?

Und was macht man, wenn man diesen Menschen nicht auf dem Weg begleitet - sondern sich am Abend davor verabschiedet? Darf man weinen aus Angst? Soll man sich lieber in die Arbeit stürzen, sich ablenken? Soll man enge Vertraute anrufen, mit ihnen sprechen? Obwohl sie einem nicht helfen können, man nicht das Gefühl hat, dass sie einen überhaupt irgendwie verstehen können, und man weiß, dass sie nur die falschen Sachen sagen werden? Solche wie "Das wird schon". Einer der falschesten Sätze, die es überhaupt gibt.

Schon oft wurde dieser Satz nicht wahr. Warum ihn noch sagen, ihm noch Bedeutung schenken? Genauso wie "Wir müssen jetzt ganz starkt sein", wo man in Gedanken nur laut "NEIN!" schreit und nach außen hin fassungslos, ja, sprachlos ist, oder "Wir schaffen das", obwohl es nichts zu schaffen gibt und erst recht nicht mit dieser Person.

Warum nur haben die Menschen die Eigenschaft, Dinge zu sagen, die nicht wahr sind, die sie nicht meinen? Denn die Person, zu der sie reden, weiß doch, dass es nicht stimmt.

Und sie müssten das eigentlich auch wissen.

 

Doesn't have to be like the way that I'm at a tragedy.

16.11.10 20:56

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